Sinn & Zweck eines Sommerprogramms

Die Sommerferien in einer "Summer School" oder in einem "Summer Camp" in Nordamerika zu verbringen, bietet einem deutschsprachigen Schüler die Gelegenheit, den Ernst des Erlernens der englischen Sprache mit dem Spaß zu verbinden, den das Zusammentreffen mit vielen Jugendlichen gleichen Alters mit sich bringt.

Renommierte Boarding Schools, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten, nutzen während der Monate Juni, Juli und August ihre Räumlichkeiten, um ESL-Programme (English as a Second Language/Englisch als Fremdsprache) für Jugendliche zu veranstalten: die sogenannten "Summer Schools". Andere Organisatoren haben sich hingegen auf reine Freizeitaufenthalte, die "Summer Camps", spezialisiert, die idyllisch in der Natur und häufig an einem See gelegen sind.

Variante 1: Summer School

Morgens habe ich Unterricht, übe englische Grammatik, lerne etwas über amerikanische Geschichte und pauke Vokabeln. Um 12 Uhr gibt es Lunch und danach gehe ich mit meinen neuen Freunden aus der ganzen Welt segeln, Bogen schießen oder Volleyball spielen. Und am Wochenende organisiert meine Schule einen Ausflug zu den Niagarafällen!

Für Schüler, die in kurzer Zeit ihre Englischkenntnisse in Wort und Schrift verbessern möchten, eignet sich der Besuch einer "Summer School". Hier steht zwar der Spracherwerb im Vordergrund, gleichzeitig wird jedoch dafür gesorgt, dass auch der Ferienspaß nicht zu kurz kommt. Sport und Freizeitaktivitäten, Videoabende und Mallbesuche stehen genauso auf dem Programm wie der morgendliche Unterricht. Dieser beschränkt sich nicht auf die reine Vermittlung von Grammatik und Wortschatz, sondern findet häufig fächerübergreifend statt, so dass auch spannende Themen wie Landeskunde nicht zu kurz kommen. Die Schüler, die entsprechend ihrer Sprachkenntnisse in kleine Klassen eingeteilt werden, stammen aus vielen verschiedenen Nationen, so dass die Jugendlichen auch außerhalb des Unterrichts Englisch sprechen, um sich mit neugewonnen Freunden zu verständigen. Wochenendausflüge zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten oder ins Grüne runden das Programm ab und bieten Gelegenheit, näher mit der Kultur des Gastlandes in Kontakt zu kommen.

Variante 2: Summer Camp

Mein Camp liegt direkt am See und so können wir schon morgens vor dem Frühstück ins Wasser hüpfen! Kanufahren, Wasserball spielen, die Wettbewerbe und vor allem das Lagerfeuer sind toll. Englisch lerne ich auch, denn im Camp sind Jugendliche aus der ganzen Welt und so habe ich viele neue Freunde, mit denen ich üben kann.

Bei einem "Summer Camp" stehen Freizeitspaß und Abenteuer im Vordergrund. Manche Camps konzentrieren sich sogar auf die Beschäftigung mit einem bestimmten Hobby und bieten z.B. einen Theater-Workshop oder einen Segelkurs an. Doch auch sprachlich kann ein Schüler von einem solchen Aufenthalt profitieren, denn im Camp treffen Jugendliche vieler verschiedener Nationen mit gleichaltrigen Amerikanern und Kanadiern zusammen. Die Campsprache Englisch vermittelt sich sozusagen ganz nebenbei.   

Zielsetzung

Ob "Summer School" oder "Summer Camp" – beide Varianten bieten in einmaliger Weise Gelegenheit, mit einer fremden Kultur Kontakt aufzunehmen, Sprachkenntnisse zu verbessern, sich in Eigenständigkeit zu üben und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Dementsprechend sind sie auch bestens geeignet, um einen späteren, längeren Aufenthalt in den USA oder in Kanada vorzubereiten.